Waldschlucht und Engenlochschlucht

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Einstieg: Sb Balderschwang-Hittisau (auch weiter oben möglich)
Ausstieg: Sb Hittisau-Riefensberg (oder Weiterfahrt bis zum Stausee)

Pegel: 0,70m in Hittisau (zwischen Wehr und Brücke)

Subersach, Bolgenach, Weißach und Rotach heißen die rechten Zubringer zur Bregenzer Ache. Alle haben ihren Ursprung im deutschen Allgäu, durchfließen zunächst mit leichterem WW Wald- und Wiesentäler, ehe sie in gefällstarken Wald- und Felsschluchten ihren Weg vollenden. Zusammen mit den linken Zuflüssen Argenbach und Mellenbach -und natürlich der Bregenzer selbst- stellen sie das für Paddler interessante Stromgebiet dar.
Leider wurden in den 80er Jahren durch den Bau mehrerer E-Werke sowohl die klassischen Strecken der Bregenzer wie auch Subersach und Bolgenach praktisch trockengelegt.
Lediglich oberhalb der Stauwehre ist noch die Originalwassermenge anzutreffen.
So ist die Bolgenach bis Hittisau im Frühjahr (bis Ende Mai) und nach Regenfällen oft fahrbar.
Der Oberlauf im breiten Balderschwanger Tal mit leichtem WW soll auch für WW-Anfänger interessant sein. Ab der Sb Balderschwang - Hittisau fließt die Bolgenach in einer tiefen Schlucht. Durchgehend WW 4, viele Stellen darüber. Generell viel Holz und Siphone, dazwischen wunderschönes WW. Im Notfall kann am linken Ufer mühsam zur Straße ausgeklettert werden.
An der Brücke sollte eine Befahrung ohne Grundberührung möglich sein. Bei sehr wenig Wasser wird die Waldschlucht extrem haklig und viele Stellen unfahrbar.
Im folgenden einige markante Stellen:
- wenige 100m nach der Brücke leitet eine Blockstrecke in einen lebensgefährlichen Siphon; rechtzeitig links anlanden, nach Ansehen evtl. fahrbar;
- etwa in Schluchtmitte hoher Fall (siehe Bild); gut fahrbar, aber gleich darauf knackiger 5er (Unterspülungen!), der in einen völlig unfahrbaren Bergsturz übergeht => Ausstieg vorher festlegen und mühsam links im Hang umtragen (mindestens 40m Seil)
- weiter zwei bei wenig Wasser unfahrbare Stellen, dazwischen wunderschöne Rutschen und Felsgassen;
- nach klammartiger Verengung, links letztes Kehrwasser vor hohem (4m) Schlussfall; bei viel Wasser schwieriger Ausstieg, am besten vor der Fahrt von Hittisau-Brand kommend besichtigen; der Fall ist (bei MW) fahrbar, hat aber rechts eine hinterspülte Höhle, die jedem Alptraum gerecht wird;
- danach leichtes WW in breitem Kiesbett bis zur Engenlochschlucht (Ausstieg vorher an gedeckter Holzbrücke möglich);
- die Engenlochschlucht ist vorher auf einem Wanderweg einsehbar; schönes WW 4-5, alles fair und sauber;
- es folgt ein fahrbares Wehr, Ausstieg vor oder nach den Sohlstützschwellen bei der Brücke;

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TrustedPaddler
Diplom-Geograph, fester Autor fürs KANU-Magazin, Südosteuropa-Spezialist, Kajakreiseveranstalter und vor allem seit 25 Jahren so oft es geht im Boot. Der Genuss auf dem Wasser zu sein, gemeinsam mit alten und neuen Freunden, darüber zu schreiben, sich connecten. Love it! Für alles weitere .

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