Kraftwerksbau

Nette Eskapaden liefern zur Zeit Österreichs Energieerzeuger. Unter dem Deckmäntelchen des Umweltschutzes und mit der Masche der Energieknappheit werden nun irreparable Schäden an Österreichs Alpenflüssen angerichtet.[br][/br]Nächstes Opfer => die Ötztaler Ache.

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1 Milliarde Euro für Ötztal-Kraftwerk

Jetzt also doch: Schon seit Jahren wundert man sich, warum die Ötztaler Ache mit ihren besonders im Hochsommer gewaltigen Wassermengen noch den Kraftwerksbauern zum Opfer gefallen ist. Nun kamen erste Details eines Projektes an die Öffentlichkeit, wodurch sich dies deutlich ändern könnte. Bleibt zu hoffen, dass es Umweltschützer und Paddler zu verhindern wissen, wenn einer der allerletzten frei fließenenden Nordalpenflüsse den Karftwerkstod stirbt.

Erstmals nach 25 Jahren will die landeseigene Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) wieder große Speicherkraftwerke errichten. Ein neues Groß-Wasserkraftwerk ist nach Angaben der "Tiroler Tageszeitung" im Ötztal geplant.
Der Bau könnte bis zu einer Mrd. Euro kosten. Bis Herbst soll dem Land ein Optionenbericht über mögliche Projekte vorgelegt werden. Das neue Kraftwerk im hinteren Ötztal könnte noch größer als das Tiwag-Kraftwerk Sellrain-Silz ausfallen. Mit einer Leistung von 781 Megawatt (MW) und einer Regeljahreserzeugung von 718 Gigawattstunden (GWh) zählt Sellrain-Silz bisher zu den leistungsstärksten Kraftwerksgruppen der gesamten Ostalpen.
Für das Kraftwerk im Ötztal müsste der Energie-Landesversorger jedenfalls tief in die Kasse greifen: Eine Bausumme von einer Mrd. Euro gilt als sehr realistisch. Der Wirtschaft würden Riesenaufträge winken.
Ebenfalls im Optionenbericht enthalten sein soll das Achenseekraftwerk II, das bereits vom früheren Tiwag-Vorstand ins Spiel gebracht wurde. Dieses würde etwa 200 MW pro Jahr leisten und 300 Mio. Euro kosten. Ein weiteres größeres Projekt könnte im Kauner- bzw. Pitztal entstehen.
Laut Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer braucht Tirol das Ja zu weiteren großen Wasserkraftwerken, weil die Eigenversorgung Tirols rasant zurückgehe und die Vorlaufzeit bis zu zehn Jahre betrage. Wenn Tirol nicht wieder neue Groß-Kraftwerke baue, würde sich die Eigenversorgung bis 2015 auf nur noch 39 Prozent (Tiwag) bzw. 56 Prozent (gesamte Tiroler Produktion) reduzieren. Die Versorgungssicherheit und die Unabhängigkeit Tirols sah Wallnöfer in diesem Fall massiv gefährdet.
Quelle: APA-Onlinejiournale

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Bootfahren macht Spaß - Momente davon "einzufrieren" auf einem Bild, macht auch Spaß ...Zum Fotografieren nehm ich oft die Paddler her. Freude und Begeisterung, Mut, Respekt & Ehrfurcht ist aus den Gesichtern zu lesen.

1 Kommentar

  1. no-avatar
    Werthmann Martinvor 16 Jahren

    Leider ist es nun mal so das wir Paddler, ganz im Gegensatz zu den Skifahrern, Wanderurlaubern, Anglern und sonstigen kommerziellen Touristen eine verschwindend geringe Lobby haben und zudem auch noch sehr wenig Geld in den Alpen lassen. Dummerweise sind aber genau wir die Hauptbetroffenen in sportlicher Hinsicht. Der Hahn wird uns einfach zugedreht. Bleibt nur zu hoffen das zumindest der Umweltschutz beachtet wird und im Kampf gegen diesen Wahnsinn erfolge erzielt. Obwohl auch das zu bezweifeln ist, denn beobachtet man die Pläne in manchen Skigebieten, ganze Hänge zu überdachen und alles für den zahlungskräftigen Großstadttouristen zu machen, der ohnehin nur zweimal im Jahr in die Berge fährt und sich nicht darum kümmert was von der Landschaft am Ende übrig bleibt, sehe ich nur wenig Hoffnung, egal um welches abartige Bauprojekt es sich auch handelt, das eine Chance besteht dies zu verhindern. Leider sind wir schon seit Jahren soweit das nur das Geld regiert.
    Aber Kämpfen ist Ehrensache !!! Gibts schon eine Unterschriftenaktion oder geplante Demo`s in dieser Sache ???

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